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Samstag, 4. August 2012

SSH-Authentifizierung durch Schlüsseldatei

Ich habe eine kleine Anleitung (hier als PDF) geschrieben, wie man einen SSH-Server so betreibt, dass die Authentifizierung nicht mehr mit mit Benutzer:Passwort sondern mit Public-Key und Privat-Key funktioniert.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Gar nicht so "antik": IBM Lenovo X60 (1706)

Im Kreis der Familie hat sich jemand ein gebrauchtes Notebook gekauft. Ein IBM-Lenovo X60 mit 2 GB Ram, einer 60GB Festplatte und mit der "Ultrabase" - in der sind nicht nur weitere Anschlüsse, sondern auch ein DVD-Laufwerk, das immerhin CDs auch brennen könnte. Wenn man das denn unterwegs muss...

Die Zeitschrift Chip hat das IBM-Lenovo X60 vor einigen Jahren mal so getestet und kam zu den gleichen Schlüssen wie ich weiter unten.

Zuerst dachte ich ja, die 230 Euro seien doch etwas happig. Aber als mich daran machte, das in der Welt der Linuxbenutzer mit einigem Kultstatus versehene Gerät gebrauchsfertig zu machen und dabei die weiteren Kosten kalkulierte, kam ich zu einer anderen Ansicht:
  • 230,- Euro für IBM Lenovo X60s mit "Ultrabase" nebst WLAN-Ministick
  • 119,- Euro für eine 128 GB SSD von Verbatim *)
  • 36,- Euro für die Speichererweiterung von 2 auf 4 GB *)
  • 31,- Euro für einen neuen Akku (4.400 mAh) *)
  • 12,- Euro für ein USB-Gehäuse - in das kam die alte Platte.
  • 10,- Euro für eine Minimaus
Summe: 438 Euro.

*) Die Preise sind inklusive Versand

Dann wollen wir mal sehen, was er jetzt hat:

Ein Laptop im A4-Format mit
  • Intel-Doppelherz, also 2 * 1,8 GHz
  • Bildschirm 12,2' mit 1024x768Pixeln
  • 4GB Ram
  • 128 GB SSD
  • 3 * USB 2.0
  • Drahtnetz, 1 Gb/s
  • PC-Card-Dock
  • Dock für SD-Speicherkarte
  • internes 56Kb-Modem, Anschluss für Telefonleitung
  • VGA
In/An der "Ultrabase" stecken zusätzlich
  • 4 * USB 2.0
  • 1 * serielle Schnittstelle, 1*parallele Schnittstelle (wofür auch immer)
  • 1 * Drahtnetz, Gigabit
  • 1 * VGA
  • DVD/CD-Rom, CD-Brenner
Extern:
  • Funknetz mit dem Stick oder über sein Mobiltelefon
  • UMTS über sein Mobiltelefon oder, wenn er meint, das wäre besser, einen Stick.
  • Festplatte 60 GB an USB 2.0
  • ... was immer sich via USB anschließen lässt.
Software:
Ich installierte Xbuntu, also ein Ubuntu mit xfce-4, brachte den WLAN-Stick zum Laufen (mehr war bei den Treibern nicht zu tun), reparierte das fehlerhafte Skript für den Schnellstarter von LibreOffice 3.4 und richtete das System ansonsten optisch und technisch sauber ein.

Haptik:
Das wertig wirkende Notebook in seinem stabilen Aluminiumgehäuse bootet ab grub (Bootmanager) in 12 Sekunden (ohne Passworteingabe und ohne zusätzliche, später eingerichtete Server getestet), das vorgeladene LibreOffice startet danach aus dem Stand, also ohne Verzögerung in weniger als einer Sekunde. Sämtliche andere Software steht auch binnen Sekunden oder Bruchteilen davon zur Verfügung: einschließlich Adobe Reader - nicht jedoch Gimp. Der braucht immer ein wenig um seine Module, Schriften etc. nachzuladen. Die Funktionstasten des Schlepprechners funktionieren bestens, das ist bei Notebooks jenseits von Lenovo keine Selbstverständlichkeit und um so weniger der Fall je neuer das Klappding ist. Das ich den Hibernate-Modus noch hinbekommen muss ist wohl nicht schlimm, Stand-By geht und bei den kurzen Zeiten, die dank Doppelherz, ausreichend RAM und der SSD zum Starten des Rechners und der Programme benötigt werden, ist es fraglich wozu man den denn noch braucht.

Was mir beim Einbau auffiel ist die Servicefreundlichkeit des Gehäuses und das ich alle notwendigen Informationen bei Lenovo auf der Webseite fand. Sogar Reparaturhandbücher ... Und dann diese herrliche Ruhe: max. 1,4 Sone meldet die PC-Welt. Das war aber mit der Eisenplatte, Jetzt ist das Ding dank der heiligen Silizia (gemeint ist die SSD) noch weniger hörbar - und läuft mit dem neuen Akku bei "normaler Arbeitsweise" etwa 5 Stunden. Für die Arbeit mit dem LibreOffice, dem Abspielen von Präsentationen oder dem Versenden von Mails jedenfalls scheint Kühlung so nötig wie ein Tagesfahrlicht am Fahrrad, also 0,0 Sone ... ich mochte es kaum wieder hergeben.

Die internen Lautsprecher klingen natürlich angemessen schlecht (etwas besser beim Betrieb in der "Ultrabase" genannten Dockingstation). Positiv überrascht hat der Klang mit Kopfhörern.

Fazit:
Ein etwa gleich großes "Google-Netbook" von Samson gibt es etwa zum gleichen Preis - aber nur mit 16GB SSD, nur 2 GB RAM. Das wäre zwar neu, hätte aber weder die Leistung noch den Kultstatus des erst vom Händler und dann von mir wieder aufgefrischten Gerätes. Laute, undurchdachte und klapprige Geräte mit einem Gehäuse aus billiger Wegwerfplastik wollen wir nicht vergleichen, die gibt es aber wohl am Markt und kämen bei etwa gleicher Ausstattung hinsichtlich CPU, RAM und Festplatte (SSD!) auf etwa den gleichen Preis.

Auf die Garantie kann der Verwandte verzichten -- der hat ja mich :-) und er kann sich nun entscheiden ob er mit der großen Tasche oder der kleinen loszieht. Das hängt dann wohl am ehesten davon ab, ob er vor Ort die "Ultrabase" braucht oder mit dem leistungsfähigen und schnellen, dafür aber dünnen und leichten, zu dem sehr wertig wirkenden Klapprechner mit den von IBM bekannten und Kultstatus genießenden Extras wie dem "Thinklight" (eine am oberen Bildschirmrand angebrachte Leuchtdiode, welche das Keyboard "anstrahlt") brillieren will.

Also doch ein guter Kauf.


P.S.
Was er jetzt mit der Windows-XP-Lizenz macht ist mir offen gestanden ziemlich egal. Man kleidet bekanntlich hübsche Frauen nicht in alte Säcke.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Interne Festplatte auf USB-Platte spiegeln, löschen, wieder herstellen

Oft steht das Problem, dass man vor der Reparatur eines Notebooks die Daten von der Festplatte löschen will oder sogar muss. Immerhin haben diese oft mehr Wert als das Notebook selbst und wer weiß schon, was während der Reparatur noch geschieht...

Und leider bieten nicht alle Notebooks die Möglichkeit, die Festplatte(n) einfach auszubauen. Die folgende Anleitung zeigt Ihnen deshalb, wie Sie
  1. den Inhalt einer internen Festplatte komplett auf eine externe, mit USB angeschlossene Platte spiegeln,
  2. den Inhalt einer Festplatte komplett löschen, so das dieser auch nicht mit großem Aufwand wieder herstellbar ist (die Daten also "schreddern")
  3. das Backup (Image) zurück spielen
Damit kann Ihnen diese Anleitung also auch dann helfen, wenn Sie gebrauchte Platten weiterverkaufen oder verschrotten wollen oder wenn es darum geht, ein Backup für eine schnelle Wiederherstellung insbesondere Ihres Betriebssystems zu erzeugen.

Sofern das Notebook noch funktioniert , sollten Sie für die folgenden Schritte unbedingt am Stromnetz betreiben, denn der Vorgang kann - je nach Plattengröße - viele Stunden dauern.

Zunächst sollten Sie sich eine Linux-Live-CD besorgen. Die folgenden Schritte sind mit Ubuntu erprobt, gehen aber auch mit jedem anderen Linux, welches Ihnen eine Live-CD oder gar eine Datenrettungsdisk bietet .

WARNUNG: Bei nicht exakter oder nicht an Ihr System angepasster Vorgehensweise können Ihre Daten von Ihnen selbst unwiederbringlich zerstört werden: Ohne gefestigte Linux-Grundkenntnisse (und also nicht ohne ein weiteres Backup der DATEN) sollten Sie das nicht angehen.

1) Starten Sie von der Rettungs/Linux-Live-CD.

2a)
Öffnen Sie eine Konsole, geben Sie ls -l /dev/sda ein. Prüfen Sie das Ergebnis, ob die "Datei" gefunden wurde, dann ist Ihre einzige(?) Platte das Gerät '/dev/sda' und vermutlich eine SATA-Platte.

Weitere Festplatten müssten dann unter /dev/sdb, /dev/sdc zu finden sein.

Nur wenn nichts gefunden oder nicht alle Platten entdeckt wurden:

2b)
geben Sie ls -l /dev/hda ein. Prüfen Sie das Ergebnis, ob die "Datei" gefunden wurde, dann ist Deine einzige(?) Platte das Gerät '/dev/hda' und vermutlich eine IDE-Platte.

Weitere Festplatten müssten dann unter /dev/hdb, /dev/hdc zu finden sein.

3) Mounten Sie die USB-Platte (einfach anstecken, geht meist automatisch)

4) Schauen Sie nach, wo diese in /media/ gemountet wurde. Ich nehme im Folgenden an, es handelt sich um /media/Volume (das ist auch oft zutreffend)
In der Konsole: ~> ls /media

Finale:
Je nachdem welche Platte existiert und wie "Volume" bei Ihnen heisst:
~> sudo dd if=/dev/sda | gzip -9 -c > /media/Volume/sda.img.gz

Das erzeugt eine Datei mit einem komprimierten(!) Image. Wollen Sie, das das Notebook danach automatisch herunter fährt, so gegen Sie unmittelbar nach dem Befehl noch ein

&& init 0

ein,

Shotdown:

Mit einem ~> ls -l /media/Volume/sda.img.gz sollten Sie sich darüber informieren ob das Anlegen es Backups geklappt hat. Dieses sollte, außer bei ganz neuen, nur (gut komprimierbaren) Textdateien enthaltenden oder nur geringfügig gefüllten (oder bei bereits "geschredderten") Platten nicht(!) so sehr viel kleiner sein als Ihre eigentliche Festplatte.

~> sudo dd if=/dev/zero of=/dev/sda
Das überschreibt Ihre komplette Platte mit (binären) Nullen.

oder, für gehobene Ansprüche:

~> sudo dd if=/dev/random of=/dev/sda
Das überschreibt Ihre komplette Platte mit Zufallswerten

Die letztere Möglichkeit zerstört Ihre Daten so gründlich, dass diese auch nicht mit Geheimdiensten durchaus zur Verfügung stehenden und teuren, langwierigen, deshalb auch nur bei dort selten angewendeten Möglichkeiten - die dann auch nur teilweise zum Erfolg führen - wieder hergestellt werden können. Wenn Sie selbst wirklich zu viel Geld haben können Sie ja mal testen, ob Ontrack diese Daten wieder herstellen kann oder ob es auch bei einer wirklich großen Rechnung dieses auf dem Gebiete absolut anerkannten Spezialisten nur bei dem Versuch bleibt :-)

Aus diesem Grund sollten Sie überlegen, ob Sie das nicht jemanden machen lassen, der etwas davon versteht. Ein allzu amateurhaftes Vorgehen kann den Komplettverlust Ihrer Daten bewirken!

Nach der Reparatur:

1) Starte Sie von der Linux-Live-CD.
2) Öffne Sie eine Konsole
3) Mounten Sie die USB-Platte (einfach anstecken, geht meist automatisch)

Finale:
Je nachdem welche Platte existiert und wie "Volume" bei Ihnen heißt:
~> sudo cat /media/Volume/sda.img.gz | gzip -dc | dd of=/dev/sda

Wollen Sie, das das Notebook danach automatisch herunter fährt, so gegen Sie unmittelbar nach dem Befehl noch ein

&& init 0

ein.

Die entpackten Daten werden zurückgeschrieben. Danach können Sie von der Platte normal booten und alle Partitionen sind wieder da.

Hinweis: Je nach Größe der USB-Festplatte (über 2 Terabyte?) kann es sich lohnen dem Programm dd eine Blockgröße mitzuteilen:

sudo dd bs=4096 if=/dev/sda | gzip -9 -c > /media/Volume/sda.img.gz
sudo dd bs=4096 if=/dev/zero of=/dev/sda
sudo dd bs=4096 if=/dev/random of=/dev/sda

ist die Platte halbwegs modern machen Sie damit nichts falsch. Grund ist, dass moderne und große Platten eine Blockgröße von 512B nur simulieren, was natürlich Rechen- und somit Transferzeit kostet.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ubuntu 10.10, Wlan via USB mit RT5370-Chipsatz - und wie man das zum Laufen bekommt

Diese Anleitung dürfte für USB-WLAN-Sticks mit den Chipsätzen RT3070, RT3370, RT5370 und RT5372 auf jedem Linux-System mit einem Kernel ab 2.6 funktionieren. Getestet ist Sie unter Ubuntu 10.10 mit einem USB-Stick mit dem Chipsatz RT5370 welcher auf aktuellen und vor allem bei Notebook-Besitzern sehr beliebten kleinen Sticks gern zum Einsatz kommt.
Hinweis: Die Informationen dieses Artikels beziehen sich auf den 20. Dezember 2011. Inzwischen können Treiber oder Kernel in anderen Versionen vorliegen.

Schritt für Schritt

Samstag, 17. September 2011

Linux: Logdateien als normaler Benutzer lesen

Jedesmal ein su oder sudo voranzusetzen, weil man /var/log/messages lesen oder verfolgen will kann nervig sein, zu dem braucht man das root-passwort, vor allem muss man es ständig eintippen:

~> sudo tail -fn200 /var/log/messages
Passwort:

Das nervt!

Dem kann man zwar abhelfen, in dem man jedermann Leserechte gibt, aber dies ist auch nicht gerade "ideal" - oft wird man das aus Gründen der Sicherheit nicht wollen.

Und es geht auch besser: Hier die Schritt-für Schritt-Anleitung:

1. Installieren Sie das Paket "facl". Ob das installiert ist kann man mit setfacl --help feststellen. Das Programm wird gefunden? Dann ist die Installation bereits erfolgt.

2. Überprüfen Sie, ob die Option "acl" in /etc/fstab für das Mounten der Partition gesetzt ist. Wenn nicht tragen Sie das nach. Das sieht zum Beispiel so aus:
/dev/disk/by-id/ata[...]-part5 / ext4 acl,user_xattr,noatime 1 1

3. Danach können Sie mittels
~# mount -o remount /

die Partition mit dem neuen Parameter laden. Natürlich kann man auch neu booten (aber dann hätte man auch gleich ein rebootfreundliches Win.... installieren können :)

4. Setzen Sie jetzt einmalig das Leserecht für den Benutzer:
~# fsetacl -m BENUTZERNAME:r /var/log/messages

Erhalten Sie keine Fehlermeldung, so können Sie davon ausgehen, dass dies funktioniert hat. Sind Sie dennoch unsicher, so probieren Sie:
~# fgetacl /var/log/messages

Sieht die Ausgabe so aus:
# file: var/log/messages
# owner: root
# group: root
user::rw-
user:BENUTZERNAME:r--
group::r--
mask::r--
other::---

... dann ist alles bestens.

5. Das genügt aber noch nicht,

denn das Systemprogramm logrotate legt die Datei mit einer gewissen Regelmäßigkeit neu an - und Sie wollen den Vorgang doch nicht mit einer, von der Konfiguration Ihres Linux abhängigen Häufigkeit wiederholen.

Logrotate kann Ihnen aber auch helfen.

Und ich lasse mir gerne von meinem Computer bei Problemen helfen, die ich ohne ihn nicht hätte: Auf meinen System (OpenSuSE-Desktop) öffne ich mit root-Rechten die Datei /etc/logrotate.d/syslog mit einem geeigneten Editor:

~# vi /etc/logrotate.d/syslog

und suche folgenden Abschnitt, ergänze den um die fett ausgegebene Zeile:
/var/log/warn /var/log/messages [...] {
compress
dateext
maxage 365
rotate 99
missingok
notifempty
size +4096k
create 640 root root
sharedscripts
postrotate
/etc/init.d/syslog reload > /dev/null
/usr/bin/setfacl -m BENUTZERNAME:r /var/log/messages
endscript
}

Fertig! Natürlich kann ich das für beliebige Logfiles wiederholen. Weitere Hilfe gibt es mit ~> info setfacl, ~> info getfacl (oder in meinem Aufsatz "Benutzerrechte: Access-Control-Lists (ACL) unter_Linux" - PDF) oder mit ~>info logrotate.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Kein KDE-Sendfax / ksendfax mehr

Viele Benutzer aktueller Linuxversionen, die z.B. mit einer guten, alten ISDN-Karte von AVM Faxe via capisuitefax versenden wollen, werden das Programm KDE-Sendfax vermissen.

Ich mache das deshalb mit folgender, minimalistischer Lösung:
------------------------------------------
#!/bin/sh
echo 'Versenden von:';
echo $*;
echo '';
echo 'Abbrechen mit [STRG]+[c] ... oder';
echo -n 'Faxnummer? ';
read nummer;
capisuitefax -d "$nummer" "$*";
echo -n "Enter zum Beenden";
read ende;
------------------------------------------
Gespeichert unter ~/bin/MyFax und dann im Dateimanager mit Postscript- und PDF-Dateien verknüpft (Ausführen in Terminal!) tut es sein Werk. Will ich mehrere Dokumente (z.B. einen Antrag mit Anlagen) auf einmal versenden, dann hilft mir das PDF-Toolkit (pdftk) mit dem ich mehrere PDF-Dateien (nicht nur) zusammenfügen kann.

Bild: Einrichtung mit Konqueror 4.4.4

Donnerstag, 18. Februar 2010

killall firefox;killall npviewer.bin (Firefox hängt...)


Einige Plugins, (zu) oft das proprietäre Adobe-Flash-Player-Plugin, sorgen dafür, dass der Firefox unter Linux stehen bleibt.

Da hilft der Hammer.

Bei einem Neustart versucht der Firefox geladene Fenster und die darin gezeigten Webseiten wieder herzustellen.

Samstag, 13. Februar 2010

Über den richtigen Umgang mit wget

Aufgabe: Nächtliches Abholen einer großen Datei von einem Webserver.
Problem: Der Webserver hustet, die DSL-Leitung möchte gerade nicht - also alle möglichen Arten von Störungen. Wer will daneben sitzen bleiben?

Ein einfaches wget [URL] kam nicht in Betracht... Lösung: Man baue wget in eine Schleife ein. Diese überprüfe den Rückgabewert, warte im Falle eines (beliebigen) Fehlers und versuche das ganze erneut:
while ! wget http://example.org/; do sleep 600; done
Da aber auch eine begonnene Übertragung abbrechen kann macht es Sinn, diese wieder aufzunehmen. Dafür gibt es die Option -c:
while ! wget -c http://example.org/;
do sleep 600;
done
So sieht das aus und ist, da es ein "Einzeiler" ist, auch als Cron-Job oder at-Job gut zu verwenden. Möglicherweise sollten Ausgaben noch nach /dev/null umgeleitet werden.
while ! wget -c http://example.org/ 1> /dev/null 2> /dev/null;
do sleep 600;
done
Der Wert hinter sleep gibt die Anzahl der Sekunden an, die gewartet wird. Ich hielt 600, also 10 Minuten, für sinnvoll. Gelegentlich macht es Sinn, den Speicherort festzulegen. Dies besorgt die Option -O
while ! wget -cO /tmp/example.org_index \
http://example.org/ 1> /dev/null 2> /dev/null;
do sleep 600;
done
Verwendung als Batch-Datei: (hole_url, am besten in ~/bin/hole_url):
#! /bin/sh
echo -e "\n\n";

if ! test -n "$1"; then
echo "Fatal: Keine Quelle angegeben.
Rufen Sie das Skript mit der Angabe einer Dateiquelle auf.
Beispiel: $0 \"http://example.org/\"
Sie können auch ein Ziel angeben.
Beispiel: $0 \"http://example.org/\" \"/tmp/index\"
";
exit;
fi

username=`whoami`;
skriptname=`echo $0 | tr -d '[:cntrl:]' | tr -d './|'`;
lockfile="/tmp/$username-$skriptname-lockfile";

if ! test -f $lockfile;
then touch $lockfile;
fi

aktiv=`grep "$1" $lockfile|wc -l`;

if test "0" != "$aktiv"; then
echo "Fatal: Für die Ressorce \"$1\" besteht bereits ein Auftrag.
Wenn Sie der Auffassung sind, dass dies nicht zutreffend ist,
dann löschen Sie den Eintrag in $lockfile.

Das Programm wird mit Fehlercode 1 beendet.
";
exit 1;
fi

if test -z "$2"; then
echo $1 >> $lockfile;
while ! wget -c "$1" 1>> ~/wget.log 2>> ~/wget.log; do
sleep 600;
done
echo -e "Die Ressource \"$1\" wurde geholt und gespeichert.\n\n";
lockfileInhhalt=`grep -v "$1" $lockfile`;
echo $lockfileInhhalt > $lockfile;
exit 0;
fi

if test -x "$2"; then
echo "Fatal: Das Ziel \"$2\" existiert bereits und ist ausführbar.
Dieses Programm weigert sich aus gutem Grund ausführbare Dateien zu
überschreiben.

Das Programm wird mit Fehlercode 2 beendet.
";
exit 2;
fi

if test -f "$2" ;then
if test ! -w "$2"; then
echo "Fatal: Das Ziel \"$2\" kann nicht geschrieben werden.
Lösung: Überprüfen Sie die Rechte.

Das Programm wird mit Fehlercode 3 beendet.
";

fi
fi

if test "force" != "$3" -a "continue" != "$3"; then
if test -f $2; then
echo "Fatal: Das Ziel \"$2\" existiert bereits.
* Wenn Sie das Ziel überschreiben wollen geben sie als drittes
Argument \"force\" an.
* Wenn Sie einen abgebrochenen Download fortsetzen wollen,
geben sie als drittes Argument \"continue\" an.
Beispiel: \"$0 $1 $2 force\"

Das Programm wird mit Fehlercode 4 beendet.
";
exit 4;
fi

else

if test -f "$2" -a "force" = "$3"; then
echo "Das Ziel \"$2\" wird gelöscht.";
rm -- "$2";
fi

echo -e "Die Ressource \"$1\" wurde geholt und
als \"$2\" gespeichert.\n\n";
fi

echo $1 >> $lockfile;

while ! wget -cO "$2" "$1" 1>> ~/wget.log 2>> ~/wget.log;
do
sleep 600;
done
lockfileInhhalt=`grep -v "$1" $lockfile`;
echo $lockfileInhhalt > $lockfile;
exit 0;

Letzte Aufgabe: bestimmter Zeitpunkt:

Ist der at-Dienst aktiv (feststellbar mit ps -C atd) kann natürlich mit
echo "hole_url http://example.org/" | at 0400
auch am nächsten Morgen ab 4 Uhr versucht werden die Datei zu holen.

Montag, 8. Februar 2010

Benutzerrechte: Filesystem Access-Control-List (FACL) unter Linux

Immer wieder höre ich, dass Linux bei der Vergabe von Benutzerrechten Windows nachstehe.

Der Grund hierfür ist jedoch nicht, dass Linux Benutzerrechte an Dateien nicht genau so genau vergeben kann wie Windows, der Grund ist, dass zu viele nicht wissen wie das geht. Und zugegeben: es gibt derzeit für einiges hiervon keine grafische Oberfläche.

Der Mangel an , nennen wir es „klickablen“ war es dann aber auch schon, für Administratoren dürfte schon wesentlich interessanter sein, dass sich Vorlagen für Benutzerrechte in menschen- und maschinenlesbaren Textdateien speichern und also auch verarbeiten lassen. Diese Dimension bietet Windows nicht.

Da ich damit rechnen muss das diesen Artikel auch (künftige) Systemadministratoren lesen werden die bisher nur wenig mit Linux zu tun hatten beginne ich mit einem Exkurs in die „gewöhnlichen“ Rechteverwaltung unter Unix.

Benutzerrechte_Access-Control-Lists_ACL_unter_Linux.pdf

Sonntag, 7. Februar 2010

SuSE-Linux / Seltsamer Fehler / Platte voll

Vor ein paar Tagen meldete mir Yast anlässlich einer Softwareinstallation (ich weiß), dass die Festplatte voll sei. Da ich System-Partition und Datenpartition (Home-Verzeichnise, srv-Verzeichnisse und dergleichen) strikt getrennt hatte wunderte mich das nicht wenig, denn die System-Partition hatte runde 40 Giga-Byte und damit reichlich Platz, temp-Verzeichnisse werden bei jedem Reboot gelöscht. (Desktop) Da sollte eigentlich nichts überlaufen.

Also: Nachsehen...
cd /
sudo du -xm | sort -n | tail -n5
brachte mich ganz schnell zum Verzeichnis /var/log
cd /var/log
ls -l
mit dem Übeltäter zypper.log-20100203.
sudo rm zypper.log-20100203
Das schuf mal eben reichlich 30 Gigabyte Platz auf der Festplatte. Wofür diese Datenmenge gebraucht wurde? Keine Ahnung, ist aber ohnehin ein Backup. OpenSuSe 11 mit zypper 0.11.11 ist auf dem System.

Donnerstag, 26. November 2009

Linux mal ganz anders


Des Lernens halber installiere ich gerade Gentoo. Hierbei wird das komplette System aus den Quellen erzeugt, was allerdings gerade auf älteren Rechnern einen ganz schönen Zeitaufwand verursacht. Dafür wird aber das System genau für den Prozessor gebacken (und nutzt dessen Erweiterungen, wie z.B. komplexere und effektivere Befehle) auf dem es dann auch laufen soll. Daneben ist Gentoo, was die Verwaltung betrifft ziemlich "ursprünglich". Nichts da mit Yast.

Das was läuft überzeugt jedenfalls hinsichtlich der Geschwindigkeit. Schade, dass man auf Feinheiten hinsichtlich solcher "Kleinigkeiten" wie der Tastenbelegung erst spät hingewiesen wird.

Donnerstag, 19. November 2009

openSuSE 11.2 mit Xcfe 4 installiert

Das rennt:
Ich hatte damit gedroht: Hier mein neuer Desktop mit Xfce 4. (und das obwohl openSuSE das KDE in der 11.2 doch ein ganzes Stück meinen Wünschen gemäß angepasst hat)

Donnerstag, 22. Januar 2009

Error while calling sox. Not installed? - Problem gelöst

Die obige Fehlermeldung kennen nur wenige. Aber die ihn kennen, haben ein Problem, weil der Capisuite - Anrufbeantworter schickt per Mail statt des Wav Files nur die obige Fehlermeldung Error while calling sox. Not installed? Nur scheinbar ist sox nicht installiert, denn die Fehlermeldung ist irreführend, wie in einfacher Aufruf von
~> sox --version
zeigt.

Ursache des Fehlers:

Bei einigen Linux Versionen hat das Programm "sox", welches zum Konvertieren von Sound-Dateien sehr nützlich ist, ein Update erhalten. Das Programm erwartet jetzt (etwa seit Version 13) andere Optionen. Leider ist die capisuite da offensichtlich nicht mitgekommen.

Zur Abhilfe reicht ein Editor...
Öffnen Sie mit root-Rechten und dem Editor Ihres Vertrauens die Datei "cs-helpers.py" (Der genaue Pfad kann, abhängig von der Python-Version, abweichen):
~> sudo vi /usr/lib64/python2.5/site-packages/cs-helpers.py
oder
~> sudo vi /usr/lib/python2.5/site-packages/cs-helpers.py
Möglicherweise müssen Sie suchen:
~> find / -name cs-helpers.py 2> /dev/null
Suchen Sie in der geöffneten Datei nach folgender Zeile: (etwa Zeile 230)
ret = os.spawnlp(os.P_WAIT,"sox","sox",attachment,"-w",basename+"wav")
und ändern Sie diese wie folgt ab:
ret = os.spawnlp(os.P_WAIT,"sox","sox",attachment,"-2",basename+"wav")
Löschen Sie danach (sicherheitshalber) den binären Cache der Datei, diese wird von python bei der ersten Ausführung neu angelegt:
rm cs-helpers.pyc
Funktioniert.

Ein Restart des capisuite-Dämons oder des ISDN-Systems ist nicht notwendig.